Hintergrundinformation

Ökonomie

Thailand ist ein Land des Mittelstands, im Gegensatz zu Myanmar, Laos und Cambodia, die nördlich von Thailand liegen und zu den Einkommens-schwachen Ländern zählen. Während und nach dem Vietnamkrieg begann die thailändische Ökonomie langsam zu wachsen. Hautfaktoren für den ökonomischen Wachstum waren Ernteanbau und die verarbeitende Industrie. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden Fischerei und Viehwirtschaft Haupteinnahmequellen.

In der Provinz Kamphaeng Phet verlief die Ökonomie ebenso: landwirtschaftliche Entwicklung führte zu ökonomischem Wachstum in der Region. Während des letzten Jahrzehnts war die verarbeitende Industrie Hauptfaktor für ökonomischen Wachstum, während die landwirtschaftliche Entwicklung nicht weiterging. Dieses Wachstum (beginnend Mitte der 70er Jahre) bedeutete eine Verschiebung des Durchschnittseinkommens von 9,317 baht (im Jahre 1981) zu 79,624 baht (in 2006). Das Durchschnittseinkommen in der Provinz ist bedeutend geringer als das gemittelte Einkommen der Gesamtnation (114,803 baht pro Kopf im Jahre 2006).

Artenvielfalt

Kamphaeng Phet teilt sich drei Nationalparks mit angrenzenden Provinzen. Der größte Park ist Maw Wong (894km2), gefolgt von Khlong Wang Chao (747 km2) und Khlong Lan (300 km2). Die drei Parks befinden sich im bergigen Westen der Provinz. Die Vegetation besteht u.A. aus Misch- und Laubwäldern, Nadelwäldern und Flügelfruchtgewächsen. Es gibt eine Vielzahl an Vögeln und Säugetieren wie Makaken, Gibbons, Elefanten, Wildschweinen und verschiedenen Wildarten. In den Provinzen Tak und Sokuthai (nördlich) befinden sich zusätzlich 5 Nationalparks, die ungefähr 60km von der Grenze der Provinz entfernt liegen. Es sind die Nationalparks Mea Ping, (1004 km2) Wiang Kosai (410 km2) Ramkhlanghaeng (341 km2), Si Satchanalai (213 km2) and Lan Sing (104 km2). Alle Parks befinden sich in bergigem Gebiet mit gleichen Vegetationstypen.

Größere Parks befinden sich in der Nähe der Myanmarischen Grenze und die kleineren auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Mea Nam Ping. Zwischen den Parks ist das Land kultiviert mit Reis in den Flussebenen und anderen Erntepflanzen in den höher gelegenen Gebieten. Diese landwirtschaftlichen Gebiete bedecken den Großteil der Provinz Kamphaeng Phet und sind reich in ihrer Artenvielfalt. Es gibt eine hohe Artenvielfalt von Vögeln, Fischen und Amphibien, sowie Insekten, Fledermäusen und anderen kleinen Säugetieren. Reisfelder weisen eine hohe Artenvielfalt auf, da sich viele Arten während der langen Tradition von Reiskultivierung an diesen Lebensraum angepasst haben.

Die Intensivierung der Landwirtschaft und die landwirtschaftliche Revolution in den 60er und 70er Jahren resultierte durch den vermehrten Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln in Belastungen für die lokale Artenvielfalt. Heutzutage werden natürliche Lebensräume (sogar in Nationalparks) kontinuierlich zerstört, bedrohte Tierarten werden gewildert und Umweltverschmutzung gehört zum Tagesgeschäft. Jedoch mehr und mehr Thailänder, inklusive der thailändische Regierung, erlangen ein Bewusstsein für den Verlust ihrer Artenvielfalt.

Gesundheit

Thailand hat ein relativ gutes nationales Gesundheitssystem, verglichen mit anderen Ländern in Südostasien. Im Jahre 1990 wurde das erste soziale Gesundheitssystem eingeführt und 1997 wurde der Zugang zur öffentlichen Gesundheitspflege für alle Thailänder Teil der Verfassung.

Im Jahre 2002 folgte ein neues Gesundheitssystem, das sogenannte 30 baht System (Arztbesuch für 30 baht), das eine allumfassende Abdeckung bietet. Trotz dieser Leistungen gibt es immer noch Menschen die keinen Zugang zur Gesundheitspflege haben.

Einige der Hauptgesundheitsprobleme sind Diabetes, Hepatitis, HIV und Dengue. HIV erreichte seinen Höhepunkt in den 1990er Jahren. Bildungsprogramme und die Nutzung von Kondomen haben bedeutsam dazu beigetragen, die Häufigkeit des Auftretens von HIV zu reduzieren. Diabetes ist ein anderes nationales Problem, das vor allem durch Veränderungen in der Ernährung, aber auch durch Pestizide wie DDT begünstigt wird. Hepatitis tritt in Thailand relativ häufig auf, aber dem wird wenig Beachtung geschenkt, obwohl es leichter übertragbar ist als HIV. Es wird geschätzt, dass 1 von 20 Thailändern Hepatitis hat oder schon einmal gehabt hat. Dengue Fiber ist eine Krankheit, die wie Malaria durch Moskitos übertragen wird. Die Krankheit tritt relativ häufig in Gebieten mit stehenden Gewässern auf. Dengue Fiber ist in Thailand viel weiter verbreitet als Malaria und während der letzten Jahre steigt die Zahl der Infizierungen.

In Bezug auf das menschliche Umfeld gibt es zusätzliche verwandte Probleme wie Verschmutzungen durch Schwermetalle und andere Chemikalien/ bakterielle Resistenzen zu Antibiotika aufgrund von exzessivem Gebrauch von Antibiotika in Aquakulturen (Fischfarmen)/ Lungenprobleme aufgrund von Asbest (90% der Dächer in Thailand sind aus Asbest gefertigt, da es ein günstiges, starkes, leichtes und brennbares Material ist).