Mission

What is going on?

Südostasien ist eine Region mit hoher Artenvielfalt und Endemismus, aber gleichzeitig ist sie bedroht durch zunehmende Abholzung, Lebensraumverlust, Degradation, Wilderei und Jagd. Durch diese Charakteristiken wurde die Region von internationalen Umweltschutzorganisationen zu einem hot-spot der Artenvielfalt eingestuft (IUCN, CI, WNF).

Eines der besser entwickelten Länder in dieser Region ist Thailand. Thailand hat den Größten Teil seiner natürlichen Wälder verloren, aber es gibt immer noch bedeutsame Restbestände, die vor allem in Nordthailand zu finden sind. Nach dem gegenwärtigen Gesetz fallen 13% der Landesfläche unter Schutzstatus (d.h. Nationalparks, Naturschutzgebiete).

Das soll natürlich nicht heißen, das diese Gebiete nicht bedroht sind. Der Bedarf an zusätzlichem Land greift auf die geschützten Gebiete über. Lokale Investoren bauen neue Urlaubsorte und Landwirte suchen kontinuierlich nach neuem Land, das zur Folge hat, dass ehemalige Ländereien vernachlässigt und degradiert zurückgelassen werden. Unkontrollierte Entwicklung und die nicht nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen hat degradierende Böden und Wasserverschmutzung zur Folge. Anschließende gesundheitliche und ökonomische Konsequenzen sind landesweit vor allem bei der ländlichen Bevölkerung spürbar.

Unser Ziel

Unser Ziel ist es, nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken sowie Managementsysteme für natürliche Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen. Sowohl Forschung als auch lokales ökologisches Wissen werden genutzt, um den Lebensunterhalt der ländlichen Bevölkerung zu verbessern und um Bedrohungen für Artenvielfalt und natürlichen Ressourcen in der Kamphaeng Phet Region zu reduzieren. Unsere Forschung an Umwelt, Gesundheit und landwirtschaftlichen Nutzung stellt eine Basis für die Entwicklung von Systemen für Landwirtschaft und Ressourcen Management dar.

Die Erkenntnisse werden in einem landwirtschaftlichem Betrieb in die Praxis umgesetzt, der in enger Zusammenarbeit mit einer thailändischen Familie betrieben wird und als attraktives Vorzeigeprojekt dient. Dieser Bauernhof wird als Bildungszentrum für lokale Landwirte genutzt werden, die an nachhaltiger Landwirtschaft interessiert sind. Ein thailändischer Beauftragter wird geschult mit dem Ziel, lokale Landwirte zu informieren und zu überzeugen, sowie um sie durch den Prozess der sich verändernden Praktiken zu führen.

Unser Endziel ist die Entwicklung eines Netzwerks aus nachhaltigen Landwirtschaften in der Region, die eine Gesamtfläche von 4000km2 umfasst, um eine Veränderung zwischen acht Nationalparks herbeizuführen. Dadurch wird sich nicht nur der lokale Lebensunterhalt und die Artenvielfalt verbessern, sondern es wird auch ein Beispiel gegeben für umliegende Provinzen und schließlich auch für angrenzende Länder.

Unsere Projekte werden sich auf die Reduzierung des Verlustes von Artenvielfalt, Lebensraumzerstörung und Verschmutzung konzentrieren, sowie auf humanitäre Themen wie die Reduzierung der Armut, Prostitution und bessere Erreichbarkeit zum öffentlichen Gesundheitswesen. Wir arbeiten gemäß einer Straßenkarte, welche die nachfolgenden 5 Schritte enthält:

Schritt 1

Der erste Schritt besteht darin, den aktuellen Stand der Region zu erforschen. Dies bedeutet die Erfassung und Kartierung der Artenvielfalt, landwirtschaftlicher und industrieller Praktiken, Umweltverschmutzung und aller dazugehörigen Probleme. Dieser Schritt ist die Basis für die Priorisierung der weiteren Schritte.

Schritt 2

Schritt 2 beinhaltet das Gewinnen von Vertrauen, die Erweiterung von Bewusstsein und Bildung in der lokalen Bevölkerung. In der thailändischen Kultur ist es inakzeptabel, Kritik in der Öffentlichkeit auszuüben und somit ist eine positive Herangehensweise die einzige Möglichkeit.

Schritt 3

Der dritte Schritt ist die Entwicklung von effizienteren landwirtschaftlichen und industriellen Techniken, die eine geringer Belastung sind für Gesundheit und Natur darstellen. Dieser Schritt beinhaltet Forschung und möglicherweise Tests in experimentellen Umgebungen, sowie die Entwicklung von natürlichem Ressourcenmanagement.

Schritt 4

Im vierten Schritt werden diese Entwicklungen in die Praxis umgesetzt. Ein wichtiger Bestandteil werden Restaurationsmaßnahmen einnehmen, wie das Anpflanzen von Vetivergrass und Bäumen um Bodenerosionen zu vermeiden, Schwermetalle in Reisfeldern zu reduzieren und um natürliche Lebensräume wiederherzustellen. Ebenso wichtig ist die Entwicklung des landwirtschaftlichen Vorzeigeprojektes in Zusammenarbeit mit der thailändischen Familie. Eine kleine nachhaltige Landwirtschaft und ein dazugehöriges Wohnhaus wird in der lokalen Bevölkerung Aufmerksamkeit erregen, sodass einige Menschen bereit sein werden, ihre Methoden anzupassen. Ein ähnliches Vorzeigeprojekt wird auch umgesetzt werden für ein lokales Produktionsunternehmen.

Schritt 5

Der letzte Schritt besteht aus einer erneuten Beurteilung der Situation und der Evaluation des Erfolges unserer Projekte, die nachfolgend zu neuen Vorgehen, Prioritäten oder der Erweiterung der Region führen wird.